Weltweite Basisbewegung vereint 96 Staaten - und wächst weiter

Das Aktionsbündnis „World Cleanup 2012“, das von der bürgerschaftlichen Be­we­gung „Let’s do it“ organisiert wurde, hat in diesem Jahr die Anstrengungen von Mil­lio­nen Freiwilliger aus fast der Hälfte der Staaten der Erde zusammengeführt. Ein Netz­werk von Freiwilligen-Teams und Nichtregierungsorganisationen organisierte 84 ein­tägige Müllentsorgungsaktionen in Asien, Afrika, Nord- und Südamerika sowie Eu­ropa. Die aufsehenerregendsten Zahlen an Freiwilligen gab es in Schweden (675.000), Bulgarien (322.000) und in Slowenien (265.000).

 „Etwas verschiebt sich in der Welt, und zwar von der Basis her. Die Menschen sind nicht zufrieden damit, wie die Dinge organisiert sind, und sind nun bereit, eine aktive Rol­le zu übernehmen, um einen Wandel herbeizuführen“, erzählte Rainer Nõlvak, einer der Initiatoren der Bewegung.

Die Daten, die von den lokalen Initiatoren vorliegen, weisen darauf hin, dass die Frei­willigen 67 000 Tonnen Müll in diesem Jahr eingesammelt haben.

Datenfolien und Landkarten mit den Ergebnissen über das „World Cleanup 2012“ sind hier zu bekommen:

http://mediabank.letsdoitworld.org/photos/World%20Cleanup%202012%20statistics

Dennoch befasst sich die „Let’s do it“-Bewegung nicht nur mit den Konsequenzen eines armseligen Müllmanagements und mangelnder Aufmerksamkeit. Die Or­ga­ni­sa­to­ren betonen, an vielen Orten sei die Müllsammelaktion nur einer erster Schritt, dem viele weitere folgen: „Wir sind keine Müllsammelbewegung – wir sind vielmehr eine Be­wegung von Leuten, die einen andauernden Wandel herbeiführen wollen. Es ist groß­artig zu sehen, dass in vielen Ländern die lokalen Teams eine zukünftige Ko­ope­ra­tion mit staatlichen Stellen und Unternehmen entwickeln, um effektivere Modelle für ein Müllmanagement und –sammlung einzuführen“, sagt Nõlvak. Seinen Worten nach kommt es zu solchen Entwicklungen vor allem in den Ländern, in denen die Teams schon seit Jahren aktiv sind. „So ist zum Beispiel die Bedeutung von Bildung wich­tig: in Brasilien, Slowenien und an vielen anderen Orten haben die Teams Bil­dungsprogramme sowie Workshops für junge Menschen aufgelegt und sie arbeiten mit den Schulen zusammen, um sie an diesen Bildungsprogrammen teilhaben zu las­sen“, so fügt er hinzu.

Um die Teams und neue Aktivisten zusammenzubringen, vorhandene Erfahrungen zu teilen und die nächsten lokalen, regionalen und globalen Schritte zu entwickeln, or­ga­ni­siert „Let’s do it“ in diesem Jahr vier regionale Konferenzen – so findet vom 8. bis zum 11. November ein Treffen in Nepal statt (für die asiatischen Staaten) und in Russ­land (für Europa), vom 15. bis zum 18. November in El Salvador (für Süd, Mit­tel- und Nordamerika) und schließlich vom 19. bis zum 21. November in Benin (für Af­rika). Alle Aktiven aus den umgebenden Staaten sind herzlich willkommen!

 „Let’s do it!“ist bislang eine der am schnellsten wachsenden bürgerschaftlichen Be­we­gungen der Geschichte. Der Beginn an der nördlichen Ecke Europas – in Estland – liegt nun fünf Jahre zurück. Dort hatte eine Gruppe von Engagierten es geschafft, 50.000 Freiwillige zusammenzubekommen, die das gesamte Staatsgebiet vom Müll be­freiten. Dabei wurden die Einsatzbereitschaft von 600 freiwilligen Organisatoren und 500 Partnern zusammengeführt, dazu kam eine eigens entwickelte Software zum Ein­satz, mit deren Hilfe der gesammelte Müll auf einer Karte erfasst und die Logistik der Freiwilligen-Teams im ganzen Land organisiert wurde. Am Aktionstag, dem 3. Mai 2008, haben es die Freiwilligen geschafft, 10.000 Tonnen illegalen Mülls in nur fünf Stunden einzusammeln! Ein fünfminütiges Video (http://www.youtube.com/watch?v=zPfdFs227tE&list=PLCE64BAFE6D704287&index=6&feature=plcp), das über die Aktion berichtete, be­gann sich im Internet zu verbreiten und rief das Interesse von neuen Ländern und bür­gerschaftlich Engagierten hervor, die dann ähnliche Aktionen in ihren Hei­mat­län­dern begannen. Mittlerweile ist das Netzwerk zu einer Bewegung geworden, die bür­ger­schaftliche Gruppierungen und Nichtregierungsorganisatoren aus 96 verschie­de­nen Ländern verbindet.

Die „Let’s do it“-Bewegung hat für das kommenden Jahr ambitionierte Pläne: „Na­tür­lich müssen wir unsere weltweiten Anstrengungen fortsetzen, um mehr aktive Men­schen zu gewinnen und Initiatoren von all den Ländern zusammenzuführen, die bis­lang nicht beteiligt sind“, meint Nõlvak. „Wenn wir auch in diesem Jahr mit 96 ver­schie­denen Ländern zusammenarbeiten, so wollen wir im kommenden Jahr unseren Kreis verdoppeln und ein starkes Netzwerk aktiver Menschen in allen Ländern auf­bau­en, um ein erfolgreiches „World Cleanup 2013“ vereint zustande zu bringen“, ver­rät Nõlvak. Das Global-Team sitzt gegenwärtig an den Planungen für eine weltweite Kon­ferenz und ein „Clean World Brainstorm“ zu Beginn 2013, um weiter Schritte und Aktionen als bürgerschaftliche Bewegung ins Auge zu fassen.

Die Aktion „World Cleanup 2012“ wurde unterstützt von Skype, Outfit7, Estonian Air, der Carlson Rezidor Hotel-Gruppe und dem estnischen Umweltministerium.

Weitere Informationen über die „Let’s do it“-Bewegung und das weltweite „World Cleanup 2012“ erhalten Sie hier:

Ms. Tiina Urm, Kommunikations-Chefin von „World Cleanup 2012“ und der „Let’s Do It!“-Bewe­gung

Telefon: +372 53000515

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