Gewaltige bürgerschaftliche Müllsammelaktionen in Albanien, Kroatien, den USA, Lettland, Litauen und Ägypten an diesem Wochenende

Dieses Wochenende wird gewaltige bürgerschaftliche Müllsammelaktionen gleich auf drei Kontinenten und in sieben Ländern erleben. Diese Müllsammelaktionen zielen da­rauf ab, insgesamt eine halbe Million Freiwilliger zusammenzubringen, die ihren Tag illegaler Müllentsorgung am Land und auf dem Meer am 20., 21. und 22. April widmen werden. Diese Aktionen sind Teil einer Serie weltweiter Aktionen, die zwi­schen dem 24. März und dem 25. September in diesem Jahr stattfinden und damit über 90 Länder verbinden werden.

In Albanien wird erwartet, dass über 75.000 Freiwillige (2,5% der Einwohner) an der Müllsammelaktion am 20. April teilnehmen werden. In 65 größeren Orten und 308 Dörfern werden sie aktiv. „Wir wollen das schöne und Müll-freie Gesicht unseres Lan­des wieder zum Vorschein bringen“, sagt der nationale Koordinator Lorenc Gjoka. Das Ziel der Aktion, so Gjoka, ist es nicht nur 25.000 Tonnen Müll zu sammeln, sondern auch das Bewusstsein der Kommunen für das Müll-Problem, für das Ehren­amt und Umweltthemen im Allgemeinen zu schärfen. Das Team arbeitet dabei auch mit Ministerien zusammen, um Umweltgesetze zu verbessern und zukünftig einen nach­haltigeren Umgang mit der Müllbehandlung auf lokaler und nationaler Ebene herbeizuführen.

Kroatien sammelt den Müll am 21. April in 60 Ortschaften, unter denen auch die 10 größten und bevölkerungsreichsten Inseln sind. Das Organisationsteam hofft dabei auf die Teilnahme von 45.000 Freiwilligen (1% der Bevölkerung) aus ganz Kroatien. „Für Menschen unseres Landes ist es enorm schwer mit irgendetwas erfolgreich zu sein ohne mit Korruption zu tun zu haben. Es ist wirklich unüblich, dass ein einfacher Mensch aus einem kleinen Dorf, der keine Beziehungen zu wichtigen Leuten in den entscheidenden Positionen hat, etwas verändern kann und so viele Interessierte und Individuen motiviert“, sagt die Initiatorin der kroatischen Müllsammelaktion, Helena Traub. Sie fügt hinzu, die Botschaft hinter der Aktion sei, die Verhaltensmuster be­züg­lich Müll und Umwelt in der Gesellschaft zu verändern. Traub findet es wichtig, auch den Humor in der Aktion und der Kampagne nicht zu kurz kommen zu lassen: „Wir drucken zum Beispiel T-Shirts mit dem Satz:Dein Vater mag der stärkste sein, aber mein Vater erfasst den meisten Müll auf der Landkarte‘“.

Die Müllsammelaktion in den USA, Kalifornien, findet ebenfalls am 21. April statt und wird von dem populären Darsteller aus der Serie „True Blood“ Ian Somerhalder und seiner Stiftung angeführt. Die Aktion heißt „Machen wir uns dreckig!“ und will über 2.000 Schulen in einer Kalifornien-weiten Anstrengung zusammenbringen, um die Ortschaften vom Müll zu befreien. „Das Zusammenkommen von Gleichgesinnten Individuen durch eine Aktion ist das, was wir brauchen, um einen breiten Wandel für uns, unseren Planeten und seine Lebewesen zustande zu bringen. Das Ereignis stellt eine Plattform für jeden Einzelnen zur Verfügung, der handfeste Ergebnisse durch aktive Zusammenarbeit zwischen Nationen, Prominenten, Wirtschaftsbossen und ein­ze­lnen Personen erleben will“, so sagt der Frontmann der Kampagne, der Schau­spie­ler Ian Somerhalder.

Eine weitere Müllsammel-Aktion findet gleichzeitg in San Francisco statt. Ehren­amt­li­che – unter ihnen Ortsansässige, Kaufleute und Studenten – kehren den Abfall zu­sammen, pflanzen und pflegen Bäume, jäten Unkraut und überschüssige Pflanzen und unternehmen andere gemeinsame Aktionen, um den Zustand öffentlicher Flächen zu verbessern. Lettland und Litauen – beides Veteranen des Müllsammelns – haben schon seit 2008 landesweite Aktionen organisiert. Als Teil der Bürger-Bewegung „Let’s do it!“ haben sie ihre Reinigungsaktionen am Sonnabend. Litauens letzte Ak­tion im Jahr 2011 führte 120.000 Ehrenamtliche zusammen. Im Nachbarland Lettland waren es 2011 190.000 Ehrenamtliche. Diesmal hat Lettland schon 1.300 Müllsam­mel­plätze in allen Regionen und Ortschaften registriert, so dass 230.000 Ehren­amt­li­che zum Sammeln von Abfall und illegalem Müll am 21. April erwartet werden – das würde bedeuten, dass 10% der Bevölkerung unmittelbar an der Kampagne beteiligt sind!

Zusammen mit Lettland, Litauen, Kalifornien und Kroatien wird Österreich die größte Müllsammelaktion in der Landesgeschichte erleben – die Organisatoren erwarten min­destens 50.000 Menschen in 800 Orten, um am Sonnabend das Land vom Müll zu befreien. Alle Orte haben sich verpflichtet und unterstützen die bürgerschaftliche Aktion, indem sie viele Schulen und Organisationen einbinden, um lokal die Bemü­hungen zu koordinieren. Sarah Reindl, die Sprecherin der Initiative, meint, man ver­folge nicht nur den Umgang mit den Folgen illegaler Müllentsorgung, sondern auch das Abfall-Problem im Allgemeinen. Das Team möchte verschiedene Methoden zu Verringerung des Müll-Aufkommens einführen und Politiker und die jüngere Gene­ra­tion mobilisieren: „Wir sind motiviert, jüngere Leute zu erreichen und über ihren Um­gang mit Abfall zu reden, um sie davon abzuhalten, Müll einfach aus dem Autofenster oder während sie auf der Straße gehen wegzuwerfen. Das ist der Ansatzpunkt für wei­te­re Aktionen, um die Menschen zum Nachdenken über die Verringerung des Mül­l­auf­kom­mens zu bringen und damit sie einen bewussteren Lebensstil anstreben“, fügt Reindl hinzu.

Am Tag darauf, den 22. April, wird eine Müllsammel-Aktion auch den dritten Kontinent erreichen, um in Ägypten sauber zu machen. Die Aktionen werden statt­finden von El Gouna, durch Hurghada, von Safaga nach Marsa Alam, nicht nur auf dem Festland, sondern ebenso unter Wasser und auf den Inseln des Roten Meeres. Eine Projekt-Managerin von der „Hurghada Vereinigung für Umweltschutz und Be­wahrung“, Joanna Fotyga, erklärt dazu: „Die Menschen hier in Ägypten sind nicht ausreichend gebildet für ein umweltfreundliches Verhalten, und wir hoffen, dass nach diesem Ereignis sich der Begriff mit einem guten Resultat verbreiten wird, so dass sich die Einstellung der lokalen Bevölkerung ändern kann. Müll, der frei abgelagert wird, bedeutet große Gefahren für das atemberaubend schöne Rote Meer und sein marines Leben. Wir glauben, dass, indem wir so viele Menschen wie möglich an der Sache beteiligen, sie sich des Schadens bewusster werden, den Plastik im Meer und an der Küste verursacht“. Joanna fügt hinzu, dass sie ungefähr 400 Menschen für das Ereignis erwarten, aber man habe auch zu anderen Organisationen Kontakt aufge­nom­men, damit diese unabhängige Müllsammel-Aktionen durchführen. „Wir haben viele Organisationen und Unternehmen gefragt, ihre eigenen lokalen Müllsammlungen in der Gegend durchzuführen, in der sie arbeiten, leben und verkehren. Wir haben sie gebeten, alle ihre Freunde und Kollegen einzuladen und nachher Fotos von dem Er­eig­nis und dem gesammelten Müll zu machen“.

Die nächsten Müllsammel-Aktionen werden am 28. und 29. April in der Ukraine und Griechenland stattfinden, gefolgt von Malta am 1. Mai.

Der „World Cleanup 2012 action”-Kalender kann hier eingesehen werden:
https://www.letsdoitworld.org/cleanup_dates

Mehr über die weltweiten Müllsammel-Aktionen 2012 gibt es hier:

Tiina Urm, head of communications, World Cleanup 2012

Phone: +372 53000515

E-mail: [email protected]

Homepage: www.letsdoitworld.org

Facebook: http://www.facebook.com/letsdoitworld

Mehr über die Müllsammelaktionen

Albanien: 

Lorenc Gjoka, coordinator

E-mail: [email protected]

Phone: +355 692 267 877

Skype: lorenc_gjoka

Facebook:  www.facebook.com/#!/AlbanianCleanup

Kroatien: 

Helena Traub, campaign leader

E-mail: [email protected]

Phone: +385 95 89 33 707

fax: +385 271 459

Skype: morska-vila

Webpage: www.zelena-cistka.org

Facebook: www.facebook.com/ZelenaCistka

Youtube: http://www.youtube.com/user/ZelenaCistka

USA, Kalifornien: 

Stephanie Lapensee, public relations coordinator, Ian Somerhalder Foundation

E-mail: [email protected]

USA, San Fransisco:

Jen Drake,

e-mail: [email protected]

Webpage: www.isfoundation.com/campaign/lets-get-dirty; www.letsdoitsf.org/

Facebook: www.facebook.com/events/373615716012449/

Lettland:

Laura Zvaigzne, the spokesperson

E-mail: [email protected]

Phone: +371 26431140

Webpage: http://www.talkas.lv

Facebook: http://www.facebook.com/pages/Liela-Talka/175552402487326

Twitter: http://twitter.com/LielaTalka

Video: http://www.vimeo.com/user6905049

Litauen:

Vytautas Krasnickas, Projekt-Manager

E-mail: [email protected]

Phone: +37061641005

Webpage: http://mesdarom.lt

Facebook: http://www.facebook.com/mesdarom.lt

Österreich:

Sarah Reindl, die Sprecherin

E-mail [email protected]

Phone:+436601975872

Webpage: www.letsdoitaustria.org/

Facebook: www.facebook.com/letsdoitaustria

Ägypten:

Joanna Fotyga, Projekt-Manager

Hurghada Environmental Protection and Conservation association

E-mail: [email protected]

Address: B2, New Marina, Al Sakkala, Hurghada, Red Sea, Egypt

Webpage: www.hepca.com